Testament

„Weil der Tod ein Abschied ist von dieser Welt und all ihrem Treiben, ist es nötig, dass der Mensch sein zeitliches Gut ordentlich verteile, wie es sein muss oder wie er es anzuordnen gedenkt, damit nicht bleibe nach seinem Tode Ursache für Zank, Hader oder sonst einen Irrtum unter seinen zurückgelassenen Freunden“.
Martin Luther, „Sermon von der Bereitung zum Sterben“, 1519.

Es gibt eine Zeit zu bauen – und eine Zeit weiterzugeben. Was wird, wenn wir sterben, aus dem, was wir erworben, erarbeitet und gespart haben? Was lassen wir eines Tages zurück? Können wir sicher­stellen, dass es in unserem Sinne verwendet wird? An den eigenen Tod denkt niemand gern. Dennoch sollten wir rechtzeitig regeln, was mit unserem Nachlass geschehen soll.

Wenn Sie wollen, dass Ihr Vermögen auch über Ihren Tod hinaus in bestimmter Weise ver­wen­det wird, empfiehlt es sich, es einer Stiftung anzuvertrauen, die Ihren Vorstellungen entspricht. Das Kapital einer Stiftung ist zeitlich unbegrenzt angelegt. Vermögen, das als Erbschaft einer Stiftung zukommt, bringt also dauerhaft Erträge. So ist es wertvoll über den Tod hinaus.

Durch eine Erbschaft kam die Gründung unserer Stiftung ins Rollen. Beispielsweise hat die Stiftung eine Wohnung geerbt sowie Geld aus einer Versicherung. Eine Unterstiftung zur Förderung von psychisch Erkrankten wurde uns ebenfalls anvertraut.

Wo kann man sich weiter informieren? Grundsätzlich bei der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge (www.dvev.de). Es empfiehlt sich zudem, das Testament mit einem Notar abzustimmen, insbesondere um Formfehler zu vermeiden.